Ernährung


Allgemeines
Was sollen wir essen ?
Gemüse
Fleisch
Naschen
Diät

Richtige Ernährung - Lust oder Frust?

Ich nehme mal an, Sie wissen was gesunde Ernährung ist und welche Lebensmittel nicht unbedingt dazu beitragen. Ihnen ist sicher auch bekannt, dass Gemüse allgemein als gesund gilt, während dies bei Hamburgern mit Pommes nicht der Fall ist.
Klar, die Menschen sind heutzutage so aufgeklärt wie nie zuvor - jeder weiß wie wichtig richtige funktionale Ernährung ist und ganze Industriezweige leben davon uns mit aufwändig umgebauten Lebensmitteln zu versorgen, die uns Vitamine nach Maß spenden.
Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer für sich eine vernünftige Ernährungsweise zu finden und ihren Körper angemessen zu versorgen.
Ich denke schuld daran ist einerseits das unüberschaubare Angebot an Nahrungsmitteln, die verführerischen Werbestrategien für Süßigkeiten und co und nicht zuletzt unsere hektische Lebensführung, die einfach keine Zeit mehr zum Kochen und Genießen lässt.
Die schlechte Nachricht vorweg - ich kann Ihnen leider auch nicht den Stress abnehmen, aber ich habe für mich einige Methoden entwickelt trotzdem gesund zu leben, die ich Ihnen gerne hier verraten will :-)
Die folgenden Sichtweisen und Tipps sind also meinem Alltag entsprungen und passen gut zu mir - deshalb möchte ich auch keine Anleitung für irgendwas geben, sondern einfach nur mein "Konzept" vorstellen. Ihre Aufgabe kann es sein, daraus neue Ideen für sich selber zu entwickeln, die gut zu Ihnen passen.

Was sollen wir eigentlich essen ?


Es gibt derzeit eine Fülle von verschiedenen Ernährungsformen, die sich teilweise komplett komplementär zueinander verhalten und für uns Otto-Normal-Verbraucher die Wahl nicht unbedingt erleichtern. Einige Beispiele:
  • Vollwertkost
  • Vegetarische Ernährung
  • Ovo-lacto-vegetarische Ernährung
  • Ayurvedische Ernährung
  • Makrobiotik
Daneben existieren noch unzählige diätische Ernährungformen, wie etwa:
  • Low-Fat - wie der Name schon sagt, wenig Fett
  • Low-Carb - diese Ernährungsform geht davon aus, dass zuviel Kohlenhydrate in der Nahrung die Fettverbrennung behindern
  • Atkins - ähnlich low-carb, aber mit Schwerpunkt auf Fleisch, Eiern und Fett
  • Blutgruppen-Diät - für jede Blutgruppe das geeignete Ernährungsprogramm
Sie sehen schon - die Auswahl ist riesig und es ist für den Laien sehr schwer herauszufinden, wie die einzelnen Ernährungskonzepte zu bewerten sind.
Einen Anhaltspunkt könnte vielleicht die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sein, die anhand von wissenschaftlichen Studien eine Ernährungspyramide erstellt hat.
Aber insgesamt werden sich wohl immer die Wissenschaftler streiten, was wir jetzt genau essen sollten und was nicht.
Aus diesem Grund habe ich versucht mir einerseits so ein bißchen die Quintessenz aus all diesen verschiedenen Konzepten herauszufiltrieren und andererseits einfach auf meinen Körper zu hören, der mir oft zeigt, was er gerade braucht (am auffälligsten natürlich, wenn er Wasser braucht ;-).

Zunächst werfen wir mal einen Blick auf unsere Lebensmittelauswahl, die wir täglich treffen müssen.
Jeder von uns sollte selber entscheiden können, was auf seinen Tisch kommt und was nicht - aus diesem Grund sollten wir auch eine Fülle von Lebensmitteln kennen, um uns bewusst entscheiden zu können.

Gemüse


Auch wenn die verschiedenen Ernährungs- und Diätformen sehr voneinander abweichen - in einem sind sie sich alle einig: Gemüse ist gesund und sollte möglichst viel gegessen werden.
Ich habe lange Zeit einen Bogen gemacht um viele Gemüsesorten, weil ich einfach nicht wusste wie man das zubereitet (bzw. teilweise was das überhaupt ist).
Ja, Sie haben vollkommen recht, die jungen Leute lernen heute auch nichts mehr gescheites in der Schule - nee, im Ernst ich bin wirklich sehr dafür Kochen und Ernährung als Schulfach einzuführen.
Da ich aber nun leider nicht in den Genuß dieser Bildung gelangt bin, habe ich angefangen Rezepte im Internet zu studieren und mich an unbekannte Objekte zu wagen.

Ich war wirklich erstaunt welch ungeahnte Möglichkeiten sich mir auf einmal erschlossen haben - wer hätte gedacht, dass gefülltes Gemüse so gut schmecken kann - abgesehen von einem kulinarisch katastrophalen Zwischenfall mit einem Chiccoree-Auflauf (wie kann man das Zeug bitte essen ??;-)
Was ich allerdings dabei immer sehr wichtig finde, ist die richtige Würze. Und das mit dem Würzen ist ja so eine Kunst für sich - am besten man hält sich am Anfang noch sehr an das Rezept - mit der Zeit bekommt man aber ein ganz gutes Händchen dafür und kann bei einem Gästessen dann auch mal ohne Hemmungen damit prahlen, dass die Prise Mußkatnus dem Kreuzkümmel das gewisse Etwas gibt...

Am gesündesten ist Gemüse wohl meistens roh und ohne "Deko" - aber so schmeckt mir das Gemüse leider überhaupt nicht, folglich würde ich es so auch nicht oft essen, deshalb nehme ich zum Kochen immer eine ausreichende Menge Öl(am besten Rapsöl) und auch Käse oder Saure Sahne, auch wenn das dann an "Gesundheit" einbußt. Aber ich denke es ist besser, Gemüse mit ein bißchen mehr fettiger Beigabe zu essen, als gar kein Gemüse - und ich bin ja auch nicht auf Diät !

Soviel erstmal vorneweg, jetzt widmen wir uns mal den Lebensmitteln, die ich persönlich für mich favorisiert habe - wie gesagt, jeder mag natürlich was anderes und es soll nur so eine Art Ideenanregung sein.
  • Kartoffel - ist zwar immer noch nicht ganz klar, ob sie jetzt wirklich dick macht oder nicht (low-carb!), aber ich finde die Knolle toll. Sie ist so vielseitig einsetzbar, schmeckt gut, ist sehr bekömmlich und hat viele gute Inhaltsstoffe. Am liebsten mag ich Pellkartoffeln, Kartoffelbrei und selbstgemachten Kartoffelsalat (geht ganz einfach: Kartoffeln kochen, in Scheiben schneiden und mit Gürckchen, Zwiebeln und Essig-Öl-Dressing mischen).
    Kartoffeln können Sie wunderbar vorkochen und dann im Kühlschrank eine Portion für den nächsten Tag aufheben, wenn es da mal schnell gehen muss.

  • Zucchini - kann man toll braten oder im Auflauf verwenden, sehr lecker auch mit Ei und Semmelbrösel paniert (ja, einfach genau wie ein Schnitzelchen zubereiten und braten), manche mögen sie auch roh im Salat (ich nicht so..)

  • Paprika - hat viel Vitamin-C (wenn man sie nicht stundenlang kocht), eignet sich auch gut zum Dünsten oder Braten, wenn man kurz vor Ende der Bratzeit Frischkäse dazu gibt, erhält man ein leckeres Nudel- oder Auflauf-Topping

  • Spinat - hat zwar doch nicht so viel Eisen, wie man dachte, aber schmeckt toll auf Volkorn- (oder normalen) Nudeln oder mit Lachs und Käse im Ofen überbacken

  • Lauch/Porree - kann man eigentlich fast überall mit reingeben, besonders lecker in einer bunten Gemüsesuppe


Es gibt natürlich noch unzählig mehr, aber das sollte ja auch nur ein kleiner Anstoss für eigene Ideen sein.
Vielleicht nehmen Sie sich einfach vor, einmal die Woche eine neue Gemüsesorte auszuprobieren - Rezepte gibt es wie gesagt im Internet sehr viele oder sie holen sich Kochbücher aus der Bücherei.
Mehr Tipps rund um den Einkauf und die Zubereitung von Gemüse gibt's bei den Kochtipps.

Nudeln, Reis und Getreide


Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte ein Großteil unserer täglichen Nahrung aus Gemüse und (Vollkorn-)Getreide bestehen - LowCarb dagegen vermutet in Getreideprodukten den Dickmacher schlechthin, aus diesem Grund muss jeder selbst für sich entscheiden bzw. herausfinden, ob er Getreideprodukte in seiner Auswahl oben oder unten ansiedelt.
Ich esse sehr gerne Pasta in allen Variationen - zusammen mit Gemüse oder einer frischen Tomatensoße halte ich das für ein schnelles gesundes Essen.
Ebenso liebe ich türkisches Fladenbrot, am besten zusammen mit Jogurt, das kann man auch mal gut wie eine Pizza belegen und überbacken (aber wie gesagt vielleicht hat LowCarb doch recht und meine Liebe zum Brot ist mein Verhängnis??!!).
Eine cholesterinfreie Alternative zu Fleisch sind Soja-Schnitzel, sie enthalten viel wertvolles Eiweiß und sind im Gegensatz zu Fleisch sehr lange haltbar - aber nicht jeder mag den Geschmack.
Wenn Sie versuchen ein bißchen abzunehmen, sollten Sie sich lieber an die Vollkornvarianten von Reis und Nudeln halten - die machen länger satt.

Milchprodukte


Milchprodukte liefern uns Eiweiß und Calcium (und leider auch oft viel Fett).
Ich kaufe meistens fettarme Milchprodukte - allerdings nicht 0,1%-Sachen (ist glaube ich auch ein bißchen Einbildung, aber sobald ich diese Zahl auf dem Deckelchen sehe, schmeckt mir das Produkt nicht mehr), aber auch da sollte man aufpassen, da manche Sachen zwar wenig Fett haben oder sogar extrem fettreduziert sind, aber dafür einen extra Löffel Zucker abbekommen haben, um den Geschmack doch noch irgendwie zu retten.
Ist ja auch logisch - Fett ist der beste Geschmacksträger und wenn der fehlt, muss einfach mehr von allem rein, um das Geschmackserlebnis zu "reparieren" - deshalb achten Sie möglichst auch auf den Zuckergehalt, um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen.
Wenn sich Ihnen die Gelegenheit bietet, können Sie sich Ihren Fruchtjogurt selber mischen mit frischen Früchten und Naturjogurt oder Quark - notfalls tut es auch ein Löffelchen Marmelade (ist zwar auch voll Zucker, aber Sie können wenigstens selber dosieren).
Es gibt einige Milchprodukte, die von Natur aus fettarm sind z.B. Buttermilch oder Molke - im Sommer eine erfrischende Sache - aber ich halte es meistens so, dass ich ein etwas fetteres Milchprodukt esse, aber eben nicht so oft.

Fleisch


Beim Fleisch scheiden sich ja auch so ein bißchen die Geister - die einen lieben es, die anderen lehnen es ab.
Ich persönlich denke, dass es für unsere Erde besser wäre, wir würden kein Fleisch essen, sondern das Getreide, das wir verfüttern, lieber selber essen - aber ich mag Fleisch zu sehr, als dass ich dauerhaft darauf verzichten wollte.
Sehr lecker und fettarm ist natürlich Hähnchenfleisch (nicht Brathähnchen!!), man kann es als Filet braten oder grillen oder in Stücke schneiden und mit Gemüse und Reis braten.
Auch als Aufschnitt ist Hähnchen lecker z.B. Putenbrustscheiben oder Geflügelsalami.
Schweinefleisch wird meist als weniger gesundheitsfördernd angesehen, da es doch recht fett und schwer verdaulich ist - wenn Sie dem islamischen oder jüdischen Glauben angehören, werden Sie es wohl auch aus diesen Gründen eher meiden - ansonsten ist wohl gegen ein zünftiges Schweineschnitzel von Zeit zu Zeit sicher nichts einzuwenden. Wenn es Ihnen finanziell und von Ihrer Überzeugung möglich ist, kaufen Sie doch Bio-Fleisch! Das enthält keine Arzneimittelrückstände und die Tiere werden artgerecht gehalten - aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das meist schwer möglich ist bei DEN Preisen.

Naschen


Auch wenn Sie mich jetzt vielleicht gerne schlagen würden, ich glaube, dass das Naschen oft den großen Unterschied zwischen dünnen und dicken Menschen ausmacht.
Wenn Sie sich mal klarmachen, wieviel Fett und Zucker in normalem Naschkram steckt und die Menge in "normalem" Essen aufwiegen, werden Sie erschreckt sein, wie schnell Sie mal zwischendurch kalorienmäßig eine zusätzliche Käsepizza pro Tag zu sich nehmen.
Oft merkt man diese gewaltige zusätzliche Kalorienmenge gar nicht wirklich, da man normal große Portionen zu den Hauptmahlzeiten isst und eher unbewusst zwischendurch mal ein Stück Schokolade hier und einen Muffin da in den Bauch wandern lässt.
Klar, dass der dann immer größer wird ;-)
Ein guter Trick dieses Verhalten zu entlarven ist ein Ernährungstagebuch - Sie schreiben sich ein paar Tage lang wirklich jeden Bissen auf, den Sie so essen und haben es dann schwarz auf weiß.
Keine schöne Vorstellung - ich weiß - deshalb halten die meisten das schon alleine aus Angst vor dem Ergebnis keine zwei Tage durch.
Eine andere Methode könnte sein, sich zum Beispiel vorzunehmen am Tag X ein leckeres Abendessen zu kochen (oder zu kaufen) und vorher den ganzen Tag (oder Nachmittag) keine Süßigkeiten zu essen, um sich den Appetit nicht zu verderben (ja, ich weiß, dass wir Moppelchen nie an Appetitlosigkeit leiden, aber es ist ja nur Mittel zum Zweck!).
Der Verzicht auf Süßigkeiten gestaltet sich oftmals ähnlich dem Verzicht auf Zigaretten - der eine schafft es nur durch komplette Abstinenz von heute auf morgen, der andere schränkt lieber den Konsum ein oder steigt auf Light-Varianten um.
Welcher Typ Sie sind und inwieweit Süßigkeiten in Ihrem Leben eine Rolle spielen, müssen Sie natürlich für sich selbst entscheiden - ich persönlich fahre ganz gut damit zu versuchen bei Süß-Hunger auf weniger ungesunde Alternativen umzusteigen (also z.B. fettfreie Gummibärlis statt Schokolade oder gewöhnlichen Keks statt doppelstöckiger Schokokremschnitte).
Ganz auf leckere Genüsse verzichten möchte ich aber auf keinen Fall, dafür bin ich nicht gemacht - und ab und zu über die Strenge schlagen und dann eben doch lieber die ganze Packung leerräumen muss auch mal drin sein;-)

Diät


Die meisten Menschen, die ich kenne, wollen permament abnehmen - egal ob Sie wirklich zu dick sind oder nur gefühlt ausladend.
Doch die Wenigsten von uns schaffen es dauerhaft "weniger" zu werden.